Freitag, 12. Februar 2016

Meine ersten Erfahrungen:

Wenn man ein Buch schreibt, scheint man sein eigener, größter Kritiker zu sein. Denn ich muss gestehen, dass bisher jeder, dieses Buch gut fand. Meine Tante meinte: »Die Geschichte ist wirklich spannend. Musste der Sex sein?«
Nun, beim Schreiben überlegte ich mir die Zielgruppe und irgendwie musste es ja ein ganzes Buch werden. Von meiner Schwiegermutter kam eine sehr ähnliche Aussage. Noch besser aber war eine Bekannte. Sie schrieb mir beim Lesen, dass sie es lieben würde. Ok, das ehrte mich natürlich. Doch als sie mitten in der Nacht anrief, heulend, wunderte ich mich ein wenig. »Du bist so gemein!« »Wie? Ich wollte gerade schlafen gehen.« »Das ... das Ende ... Warum?!« Was will sie? Kapiere ich gerade nicht. Ach so! Das Buch! »Ja, irgendwie muss es doch enden?« »Nein, nicht so!«, laut schluchzte sie. Diese Rektion war kein Scherz. Sie weinte bittere Tränen. Nach einer halben Stunde durfte ich endlich zu Bett. Sie beruhigte sich wieder und drängte mich zu sagen, wie es weiter gehen würde. Jedoch übe ich mich im Schweigen. Was mir schwer fällt. Ich kann nicht einmal Geburtstagsgeschenke lange für mich behalten. Deshalb kaufe ich alles im letzten Moment.
Am lustigsten finde ich immer die Frage: "Haben sie wirklich ein Buch geschrieben?" "Ja?" "Kann man es kaufen?" "Ähm ja, überall." "Echt?" Ich neige selten Witze zu machen. Aber vielleicht sollten meine Aussagen kreativer werden.

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